Was Neandi gegessen hat

Mit dieser Frage beschäftigten wir uns zum Abschluss unseres Projekts. Nur wenige Kilometer von unserer Schule entfernt in der Nachbarstadt Mettmann befindet sich das Neandertal. Dort wollten wir uns einmal umsehen, um unsere Frage zu beantworten.
Neben dem Museum, in dem wir uns in einem eigenen Raum über „Umwelt und Ernährung“
des Neandertalers informieren konnten, wanderten wir auch unter fachkundiger Führung durch das benachbarte Wildgehege. Hier konnten wir insbesondere etwas über Kräuter und Heilpflanzen lernen.

Von Sammlern zu Jägern
Der Neandertaler lebte von dem, was die Natur ihm bot. Er sammelte Früchte, Beeren, Nüsse, Wurzeln, Eier, Muscheln und Insekten. Einige Kräuter und Pflanzen dienten aber auch dazu, Wunden oder Krankheiten zu behandeln. So kochten sie z.B. Brennesseltee gegen Nierenerkrankungen.
Da Pflanzen für den Neandertaler den großen Vorteil hatten, nicht weglaufen zu können, war seine Ernährung über einen langen Zeitraum gesichert.

In der warmen Anfangsphase der letzten Eiszeit fand der Neandertaler noch reichlich Pflanzenkost. Mit der allmählichen Abkühlung wurde Fleisch immer wichtiger. Je kühler das Klima, desto weiter verstreut waren die Nahrungsquellen und desto größer war der Energieverbrauch. Die Pflanzenkost wurde knapper und knapper je eisiger die Nordwinde wehten. Im Winter fielen die Temperaturen auf unter minus 30 Grad. Müslitechnisch hatte die Tundra außer ein paar Beeren kaum etwas zu bieten.
So entwickelte sich der Sammler zum Jäger. Feinste Biber und Moschusochsen pirschten durch das offene Grasland. Von einem Rentier konnte eine vierköpfige Familie mindestens eine Woche lang leben. Sein Jagdwerkzeug fertigte der Neandertaler aus Bäumen oder stabilen Zweigen an.

Jagd gilt als Männersache. Ob aber die Rollen bei den Neandertalern wirklich so verteilt waren steht nicht fest. Man ist sich heute sicher, dass die Jagd den kräftigen Neandertal-Frauen keine Probleme bereitet hätte.

Auch das haben wir erfahren :
Die Jagd ist untrennbar verknüpft mit der Entstehung von Kommunikation, weil sich die Jäger in der Gruppe absprechen mussten.