Gen-manipuliertes Essen

 

Fünf Schüler unserer Klasse berichteten uns über dieses Thema. Zunächst wurde erklärt, was Genmanipulation heißt. In einem Lexikon stand, dass dabei gezielte Änderungen und Neukombinationen von Genen sowie ihre Einschleusung in lebende Zellen vorgenommen werden.

Da wir das nicht so richtig verstanden, erläuterte die Arbeitsgruppe dies an zwei Beispielen. Normaler Mais verfault nach etwa einem Monat. Gen-manipulierter Mais hält sich länger als ein Jahr. Außerdem kann man den Ertrag erheblich steigern, indem man den Mais durch Gen-manipulationen vergrößert.
Das zweite Beispiel bezog sich auf Tiere. Hühnern kann man ein Gen einpflanzen, so dass  sie durch diese Zellenveränderungen dreimal so viele Eier legen.

Heute nehmen Felder mit gen-manipulierten Pflanzen zusammen bereits die doppelte Größe der Länder Österreich und Schweiz ein. Insbesondere werden so Pflanzen gegen Krankheitserreger widerstandsfähig gemacht. Man schätzt, dass sich neue Erbmerkmale durch Genmanipulation 10000-mal schneller hervorbringen lassen als durch herkömmliche Zuchtmethoden. Bereits in der Bronzezeit (1750 bis 8000 v.Chr.) versuchte man Nutzpflanzen und Nutztiere auf eine bestimmte Weise zu vermehren, so dass möglichst viele positive Eigenschaften miteinander gekreuzt wurden. Heute gibt es den Erdapfel, der nicht faulen kann, weil er das Gen einer Seidenmotte trägt. Die Erdbeeren sind mit dem Kälteschutzgen eines Seelachses geschützt.

 

Die große Anzahl an Manipulationsmöglichkeiten bringt auch Gefahren für die Menschen, die Umwelt und die Gesellschaft mit sich. In einem Bericht des deutschen Fernsehens in der vergangenen Woche wurde die Tomoffel (Tomate/Kartoffel) vorgestellt. In Tierversuchen mit Laborratten stellte sich heraus, dass diese gentechnisch veränderte Kartoffel Schäden am Magen-Darm-Trakt hervorrief.

 

Bei einer europaweiten Umfrage einer amerikanischen Firma vor einem Jahr stellte sich heraus, dass weite Teile der Bevölkerung gentechnisch veränderte Lebensmittel (Genfood)  ablehnen. In Deutschland war der Anteil mit 80% am größten. Hierzu hat sicher auch die Verunsicherung durch Lebensmittelskandale (z.B. BSE) beigetragen.

 

 

Liebe GLOBE-Schüler im Projekt „Hauptsache es schmeckt“,

welche Meinung habt ihr zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln? Würdet ihr diese
essen ?  In unseren Medien werden die USA als Gentechnik-freundlich dargestellt. Stimmt das ?  Ist Gentechnik in eurem Land ein Thema, über das diskutiert wird ?  

 

Auf viele interessante Antworten freuen sich die

Schüler der Klasse 6c an der Gesamtschule Velbert, Deutschland